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Leipzig, 20. Januar 2026

Drei MDM-geförderte Filme im Wettbewerb der Berlinale

Die MDM-geförderten Produktionen „Rose” von Markus Schleinzer, „Etwas ganz Besonderes” von Eva Trobisch und „Meine Frau weint” von Angela Schanelec gehen im Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären.

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges taucht der Soldat „Rose” in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf auf, gibt sich als Erbe eines verlassenen Anwesens aus und bemüht sich um Aufnahme in die verschworene Dorfgemeinschaft. Die von Sandra Hüller gespielte Titelfigur ist inspiriert von dokumentierten Berichten über als Männer verkleidete Frauen in der europäischen Geschichte. Regie führte Markus Schleinzer, der das Drehbuch gemeinsam mit Alexander Brom verfasste. 

Rose” ist eine Produktion von Schubert, der Leipziger ROW Pictures und Walker+Worm Film in Koproduktion mit ORF und ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE. Die MDM unterstützte das Projekt mit 700.000 Euro. Gefördert wurde es zudem von DFFF, BKM, Filmstiftung NRW, MOIN Filmförderung, Medienboard Berlin-Brandenburg, FFF Bayern, Österreichisches Filminstitut, Filmfonds Wien und der Filmförderung Niederösterreich.

Die Dreharbeiten machten 2024 für 21 Tage im Glasebachtal im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt Station. Koproduktionspartner sind ORF und ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE. Piffl Medien wird den Film in Deutschland ins Kino bringen.

In ihrem dritten Langfilm „Etwas ganz Besonderes” erzählt Eva Trobisch („Ivo”) die Geschichte eines Mädchens aus der Provinz, das von der Teilnahme an einer Castingshow träumt, während ihre Familie mit der Renovierung des Familienhotels beschäftigt ist. Zwischen Aufbruchssehnsucht, familiären Erwartungen und dem Wunsch nach etwas Besonderem entfaltet sich ein fein beobachtetes Coming-of-Age-Drama. Vor der Kamera stehen unter anderem Frida Hornemann, Max Riemelt, Eva Löbau, Rahel Ohm, Thomas Schubert und Peter René Lüdicke. 

Produziert wird der Film von Trimafilm in Koproduktion mit Komplizen Film, if…productions, ZDF und ARTE. Die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) unterstützte die Produktion mit 400.000 Euro, weitere Förderer sind BKM und FFF Bayern. Gedreht wurde im Frühjahr 2024 an insgesamt 23 Drehtagen in Thüringen und Sachsen, unter anderem in Greiz, Suhl und Crimmitschau.

Meine Frau weint” ist der neueste Film der Regisseurin und Drehbuchautorin Angela Schanelec. An einem gewöhnlichen Arbeitstag auf einer Baustelle erhält der 40-jährige Kranführer Thomas einen Anruf von seiner Frau, die ihn bittet, sie vom Krankenhaus abzuholen. Als er dort eintrifft, findet er sie weinend vor – ein scheinbar beiläufiger Moment, der den Alltag aus dem Gleichgewicht bringt und eine existenzielle Situation freilegt. Schanelec wurde bereits 2019 für „Ich war zuhause, aber…” mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie und 2023 für „Music” mit dem Silbernen Bären für das Beste Drehbuch ausgezeichnet. 

Der Film ist eine Produktion der Magdeburger Blue Monticola Film in Koproduktion mit SBS Productions, der Leipziger Maier Bros. und Unitbase. Beim Dreh kamen Personal und Technik aus Mitteldeutschland zum Einsatz.

Die MDM förderte die Produktion 2025 mit 300.000 Euro, weitere Förderer sind BKM, das Medienboard Berlin-Brandenburg, die Filmförderungsanstalt und Centre national du cinéma et de l'image animée. Die deutsche Kinoauswertung übernimmt Grandfilm. 

Weitere bereits verkündete MDM-geförderte Produktionen im Berlinale-Programm sind die belgisch-deutsch-niederländische Produktion „Tegenwoordig heet iedereen Sorry” („Everybody’s Sorry Nowadays”) von Frederike Migom  in der Sektion Generation Kplus sowie Marie Wilkes Dokumentarfilm „Szenario” im Berlinale Forum.

Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 12. bis 22. Februar 2026 statt.